Pinienkernbrot

von Stefan E-Mail

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Heute gabs vorab zum Bread Day schonmal etwas fürs Auge. Ein hübsch gezwirbeltes Brot aus Roggen- und Weizenteig. Eigentlich läuft das ganze wohl eher nicht unter dem Namen Brot sondern breadstick, aber ich nenns einfach mal Brot. Ich hab ja auch aus den übrigen resten nen Brotzopf geflochten, und der ist ja wohl schwer als Brot zu leugnen, oder etwa nicht?

...

Als ich mein neustes Buch durchblätterte, war ich ganz von den Socken, als ich darin auch ein Kapitel mit Brot fand. Eigentlich ist es ja ein Fingerfood Buch, aber als Breadstick ist das ja auch Fingerfood. Durch die genialen Farbkontraste beim anschauen hab ich das Brot auch gleich ins Herz geschlossen und wollte es auch backen. Also gings auch schon los. Auch schön daran ist die Verwendung von unterschiedlichen Teigen. Dadurch hat man in der Gehzeit eines Teiges immer etwas zu tun und es kommt keine Langeweile auf.

Ich hatte ja erst meine Bedenken beim Weizenteig, da dieser anfangs sehr zäh und trocken daherkam. Aber in seiner Geh- und Ruhephase schien sich das Problem von selbst zu lösen. Hinterher war er jedenfalls schön glatt und geschmeidig.

Da es ja nun schon etwas kühler in der Küche ist und nicht grad ideale Temperaturen fürs Brot herrschen hab ich kurzerhand den Gfen zum Gehen angeschmissen. Nur sollte man bei der späteren Verarbeitung die kleinen einzelnen Teigstränge nicht auf den warmen Ofen legen. Die werden hart wie Bolle und nichts ists mehr mit hübsch einwickeln. Dann kann man nur noch Grissini oder Salzstangen draus machen. Also Obacht.
Ein zweites Problem stellen die widerspenstigen Pinienkerne da, die ganz nebenbei bemerkt wie kleine Maden aussehen. Aber das nur am Rande. Die kleinen Biester wollten einfach nicht an den Sticks kleben bleiben, da kann man nichts gegen machen. Da muss man einfach durch. Zur Not schmeißt man ne Handvoll Pinienkerne beim Essen nach, kommt aufs gleiche raus.
Problem Nummer 3 war, dass ich mich nicht entscheiden konnte, was ich zum Bread Day mache und was vorher.

Pinienkernbrot
für 1 Zopf und nen Haufen Breadsticks

  • 250 g Roggenmehl
  • 200 g Mehl Type 1050
  • 50 g Trockensauerteig
  • 10 g Salz
  • 21 g Hefe
  • 280 ml Wasser
  • 1 EL Pinienkernöl
  • 225 g Mehl
  • 1 Prise Zucker
  • 10 g Hefe
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Eigelb
  • 50 g Pinienkerne

Roggen- und Weizenmehl vermischen. Trockensauerteig, Salz und Hefe gut unter das Mehl mischen. Lauwarmes Wasser und Pinienkernöl unter das Mehl kneten, bis der Teig geschmeidig wird und sich vom Schüsselrand löst. Teig mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 90 Minuten gehen lassen.

Das Mehl in eine große Schüssel sieben und den Zucker darauf streuen. Eine Mulde formen und die Hefe hineinbröckeln. Mit 3 EL lauwarmem Wasser verrühren. Etwas Mehl darüber streuen. Zugedeckt an einem warmen Platz 15 Minuten gehen lassen, bis sich an der Oberfläche Risse zeigen. Den Hefeansatz, das restliche Wasser, Salz und Olivenöl zu einem Teig verarbeiten. Etwa 10 Minuten kräftig kneten, bis der Teig elastisch ist und nicht mehr klebt. Zugedeckt an einem warmen Platz erneut 20 bis 30 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

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Beide Teige auf 0,8 cm Stärke ausrollen. In gleich lange, schmale Streifen schneiden. Ineinander verdrehen, mit etwas Eigelb bestreichen, Pinienkerne aufstreuen und dann 20 Minuten gehen lassen. Bei 200°C etwa 10 Minuten backen.

2 Kommentare

Kommentar von: lamiacucina [Besucher]
lamiacucinaschön witzig verdreht. Wie heisst denn Dein neues Buch ?
16.10.08 @ 06:49
Kommentar von: Stefan [Mitglied] E-Mail
StefanIch hab mir erst letzte Woche das Buch "Fingerfood" zugelegt. Stehen allerhand schöne kleine Dinge drin, die sich lohnen, mal ausprobiert zu werden.
16.10.08 @ 20:24

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